Radio-Wandel

Die Mobilisierung des Hörens

von Sabine Breitsameter

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Noble 8
The issue is in the loop. Somebody have a look at it.

ÜN: Wenn ein Thema, eine Streitfrage veröffentlicht ist, dann wünscht man sich, dass es jemand zur Kenntnis nimmt. Man muß es in Umlauf bringen, dafür sorgen, dass es in den Loop hinein kommt.

Noble 7
So you can set up and also later for example

ÜN: Aber wie soll man das machen? Früher musste man hoffen, dass sich dort, wo man lebt und arbeitet, genügend Interessenten finden. Das funktionierte aber nicht immer. Über das Internet hat man die Chance, weltweit Interessenten zu finden. Menschen, die sich mit ähnlichen Themen beschäftigen. Wir können über das Netz miteinander kommunizieren, können    unsere gemeinsame Sache voranbringen. Wir müssen uns aber zuerst finden und dann eine Plattform haben, auf der wir zusammen aktiv sein können. Dann kann eine Community entstehen.
Mich interessiert, inwieweit eine solche Community ein Mehr an Erkenntnissen oder Kreativität erzielen kann, als ich allein. Also habe ich mich für meine Doktorarbeit entschlossen, nicht 200 Seiten zu schreiben, sondern im Internet einen Blog zu entwickeln, in welchem ich Fragen zum Thema „Hören in Alltag und Medien“ im Austausch mit anderen bearbeiten möchte. Sein Name ist „looplog“. Ich habe dafür Kategorien entwickelt, die zeigen sollen, auf welcher Stufe der des gemeinschaftlichen Austauschprozesses sich ein Thema gerade befindet: Loop, Oszillator, Feedback, Filter usw. – das sind die Namen dieser Stufen.
Jeder, der sich in meinem „looplog“ anmeldet, kann Themen aufwerfen, Sound-Aufnahmen hochladen, all dies der Gemeinschaft zur Debatte stellen und so in den Loop, in die Kommunikationsschleife eintreten.

(Leitmotiv)

ZM: „Audioblogging? Podcasting? GuerillaMedia? – Wie soll man dieses Phänomen nennen?“, fragte der Londoner Guardian am 12. Februar 2004 und schildert die ersten Unternehmungen von Christopher Lydon, per abonnierbarem Audio, ohne zwischengeschaltete Institution oder Chefredaktion, sein eigenes Medium zur Verfügung zu haben.

E: Senden ohne Transmitter. Empfangen ohne Receiver. Distribuieren ohne Radiowellen. Sondern per Datenkopie, die auf einem geheimnisvollen schwarzen, bunten oder weißen Kästchen namens Pod gespeichert werden kann.

A: Podcasting, das saß. Der Begriff blieb.

E: Gadget schlägt Aktivismus. Markenname schlägt demokratische Medienutopie.

(Leitmotiv)

E: 2.10.04: Als erster deutscher Podcast gelten Nicolas Oestreichs „AudioNews“, in denen er die Besucher seiner Website „Pochoirs“ über nützliche Softwares für iPod und iTunes informiert. Sein Ziel: Podcasting bekannt zu machen, und dessen Nutzung wie Produktion zu fördern. Noch im Oktober folgt ein halbes Dutzend weiterer Podcasts, die sich ausnahmlos mit dem Podcasting selbst beschäftigen.

(Leitmotiv)

Haderlein S. 22
Ich bin kein Technikfreak. (..) Und ich habe gemerkt, mit den Feeds und mit dem Podcast, da muss man erstmal durchsteigen(..). Aber als es dann an das Podcasting ging, das war für mich: Mensch, das ist es, auf was ich gewartet habe, und was ich eigentlich auch (.) vorausgesehen habe (.), nämlich dass der Empfänger zum Senderempfänger wird.

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