Radio-Wandel
Die Mobilisierung des Hörens
von Sabine Breitsameter
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E: Oktober 2005: Der ehemalige US-Präsidentschaftskandidat Al Gore eröffnet mit einer Zahl von 200 Freiwilligen und einem kleinen Stab von Medienprofis das Citizen-TV. Als Journalisten und Produzenten sind die Zuschauer gefragt. Das Ziel des Projekts: Gegenöffentlichkeit. Das Durchbrechen der Themen- und Meinungsmonopole der US-amerikanischen Medienkonzerne. Das Netzwerk Citizen-TV hat derzeit eine technische Reichweite von maximal 20 Millionen Nutzern. Ein großer Teil der Beiträge steht ebenfalls als Podcast zur Verfügung.
(Leitmotiv)
Pritlove 7
Podcasts bieten die Möglichkeit, Nischen anzusprechen, die man halt so im öffentlichen oder auch privaten Radio gar nicht bedienen kann. (..) Ich kann ein Thema machen, was 10 Leute interessiert, und schon hat das Ding seine Legitimation.
(Hörbeispiel)
ZF: Globalnoise-online bietet seit Oktober 2005 Podcasts mit Soundart aus China und anderen asiatischen Ländern.
ZM: „Arte Sonoro“ stellt per abbonnierbarem Sound regelmäßig akustische Kunst aus dem spanisch-sprachigen Raum diesseits und jenseits des Atlantiks vor.
ZF: „Polskie-Detroit“ bringt Produktionen, in denen die polnische House-Szene sich die Detroit-Techno-Szene anverwandelt – und umgekehrt.
E: …alle aufgelistet und auffindbar unter Portalen mit Namen wie „podster“ oder „podcaster“, in denen, streng nach inhaltlichen Kategorien, existierende Podcasts mit einer Kurzbeschreibung genannt sind.
(Hörbeispiel)
Pritlove 7
In Zukunft werden viele erfolgreiche Podcasts wiederum ihren Weg ins öffentliche Radio finden, weil sich (.) gezeigt hat : Im Netz, ah, da gibt`s ein Interesse dafür, (.) das ist ein interessantes Thema.
ZF: Loopholes, zwei.
ZM: Stellen, an denen sich der Kreis nicht schließt
Noble 8c
Perhaps you are reading some theory…
ÜN: Jeder kennt das. Man beschäftigt sich mit einer Theorie oder einer Hypothese. Aber man spürt, irgendwas stimmt daran nicht. Da gibt es einen unerklärlichen Sprung. Etwas, was wichtig wäre, ist nicht da. Das fällt dann in die Kategorie „Loophole“.
Olivier 29’11 Je m’appelle Irvic d’Olivier
ÜO: Mein Name ist irvic d’Olivier.Ich lebe in Brüssel. Ursprünglich bin ich Bildhauer, arbeite aber seit vielen Jahren als Audiokünstler. Ich koordiniere das „Silence Radio“.
E: Eine Vielzahl bunter Kugeln erscheint auf der Webseite, Wenn ich mit der Maus darüberrolle, sind Komponistennamen und Titel zu sehen und die Kugeln gruppieren sich neu. Die Farben symbolisieren Zuordnungen.: „Field Recording“, „Poésie Sonore“, „Radio Reportage“, „Ambiance“, „Documentaire Radio“ und noch einige mehr. Das sind die Genres, unter denen die Stücke sich subsumieren lassen.
A: „Silence Radio“ – ein stilles Radio. Wer die Website anklickt, hört jedenfalls keinen Ton.
(Ein stilles flirrendes Stück hat eingesetzt)
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