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Klangreise zu Hör-Sites im Internet
von Sabine Breitsameter
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Thorington
“The spatial art I think of is an inclusive one. It includes sounds, it includes visuals…”
ÜW: Die räumliche Kunst im Internet, die ich mir vorstelle, schließt alle Sinne mit
ein. Bis es soweit ist, wird noch einige Zeit ins Land gehen. Mit den Projekten,
die ich auf “Turbulence” präsentiere, möchte ich eine solche Kunst
vorbereiten, und ich glaube, das kann auch gelingen. Nur in der Integration
der Künste wird es gelingen, das räumliche Wesen des Mediums zu entfalten.
Und nur indem man die Autonomie und die Qualität von akustischer Kunst im
Internet pflegt und fördert, läßt sich die expressive Qualität des Mediums
herausarbeiten.
(Loose Ends klingt aus)
I: Sehen um zu hören? Hören um zu sehen? – Oder wird es in zukünftigen
Realitäten einfach nur noch um Wahrnehmung schlechthin gehen, die nicht
mehr zwischen den Sinnen differenziert?
Das Hören, das sich selbst genügt: Welche Rolle wird es im Zeitalter der
digitalen Vernetzung spielen?
Schöning
“Bald wird, wenn ich den technischen Visionären glauben darf, ohnehin in der
Multimedia-Apparatur, werden all diese elektronischen Medien aufgehen, eingehen.
Aber wichtig wäre es, glaube ich, daß sie dort nicht verramscht werden in einem
Multimedia-Multimedia-Tohuwabohu, sondern daß dort jedes aus Gründen der
schnelleren Zugänglichkeit abrufbar ist. Daß der sogenannte Rezipient als
Agierender sich entscheiden kann: dieses, jenes oder jenes Medium – oder die
Verknüpfung aller, als Kreativer auch, sich begreift.
Ich glaube, dieser Bezug auf das Ernstnehmen des Rezipienten, wenn der verloren
geht oder sich verwirrt in diesem Superangebot, dann ist das ganze eine
Spiegelfechterei, die ganz anderen Interessen dient.”
(E-mail-Motiv)
P2: Betreff: Sound im Web
Es muß uns klar sein, daß das Internet immer noch ein instabiler Raum und
ein ungeklärtes Medium ist. Weder seine technische Gestalt, noch sein
Nutzungscharakter, noch seine gesellschaftliche Verortung sind festgelegt,
und es ist schwer zu sagen, ob es auch künftig ein “unprogrammiertes”
Medium, ähnlich wie das Telefon, bleiben wird. Unter solchen
Voraussetzungen ist die Produktion von Kunst, allzumal akustischer Kunst, in
diesem Medium eine enorm schwierige Herausforderung. Das Internet ist erst
noch dabei sich zu entfalten. Und so auch die künstlerischen Konzepte.
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