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Klangreise zu Hör-Sites im Internet

von Sabine Breitsameter

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Grundmann
Diese Art von Künstler wird eigentlich immer häufiger, die nicht ein ganzes Werk
vollenden, genau nach ihren Vorstellungen, sondern denen es darum geht,
Situationen zu schaffen, in denen andere Menschen aktiv werden können. Und das
scheint mir die fruchtbarste Art der Interaktion.”

I: Doch: Wenn die Leitungen still, die Rechner abgeschaltet sind und die
Kommunikation zu Ende ist: was bleibt?

(Übergang)

Schöning 9:
“Das Internet mit dieser Öffnung von operativer Interaktion … Während die rezeptive
Interaktion, die wir aus den klassischen Medien kennen – etwa darin besteht, daß
ich einem Werk zuhöre oder einem Theaterstück zuschauen oder höre ein Konzert,
ein Bild anschaue – und die Interaktion findet eben im Bewußtsein des Zuhörers
statt. Nichts neues, sehr banal:
Duchamp hat ja immer behauptet, daß das Kunstwerk sich nicht vollendet, aber
weiter fortsetzt in den vielen Hörern, davon gehen wir aus. Ich bin mir sicher, daß
diese Art der Rezeption sowohl in der Märchenerzählung wie in der
Informationsverbreitung als auch im Zuhören und Zuschauen der Kunst nicht durch
ein Medium, das nun die operative Interaktion anbietet, beiseite gestellt wird.
Sondern: das sind zwei Grundbedürfnisse: jemand möchte zuhören, was ein
anderer über ein, zwei Jahre oder zwei Monate oder wie Picasso in zehn Sekunden
aus großer Professionalität und Ingeniosität … Das möchte er rezipieren. Das
andere, das operative, ist ebenfalls ein Bedürfnis, das – ob künstlerisch oder nicht -
vorhanden ist.”

(Leitmotiv)

Thorington 20
“My vision of a future of art on the web is of a spatial art. The page metaphore…”

ÜW: Meine Vision von einer zukünftigen Kunst im Internet ist die einer räumlichen
Kunstform. Daß wir im Zusammenhang mit dem Internet derzeit immerzu von
“Seite” sprechen – Homepage, Webpage und so weiter – ist eine falsche
Metapher und führt sehr in die Irre.Im Moment sind die Technologien noch
nicht voll entwickelt, und daher kann der Nutzer noch nicht so richtig
nachvollziehen, was es bedeutet, im Internet von Raum und
Dreidimensionalität zu sprechen.

M: Die New Yorkerin Helen Thorington, namhafte Produzentin von akustischer
Medienkunst, hat sich vor wenigen Jahren auch dem Internet zugewandt:

Thorington
“There are wars going on at the moment. This year in particular with companies…”

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