AudioHyperSpace
Klangreise zu Hör-Sites im Internet
von Sabine Breitsameter
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Zit: Klaus Schöning, Leiter des Studios Akustische Kunst im Westdeutschen
Rundfunk.
Schöning
Das Medium Internet und die künstlerische Arbeit im Internet ist für uns nichts
anderes als ein neues Instrument, das sich hier darstellt. Es ist sicherlich eines, das
sehr viele interessante, scheinbar neue Möglichkeiten eröffnet. Und insofern glaube
ich, daß die Visionen, insbesondere auch die Audio-Visionen, die wir heute mit den
ganzen digitalen Mitteln realisieren, großartige Angebote sind für die Künstlerinnen
und Künstler…
(Mail-Motiv)
ÜW: Betreff: Call for live-co-streams
“Am kommenden Donnerstag findet wieder eines unserer Netradio-Events
statt. Wir werden bei uns in Riga alle Live-Sendungen von Euch, die über
Internet zugänglich sind, auf unseren Strom mischen und ins Netz
zurücksenden. Jeder kann mit seinem eigenen Real-Audio-Stream in die
Veranstaltung einsteigen und kann es uns gleichtun. Bitte sendet mir euere
Live-Stream-Links möglichst bald zu.
Viele Grüße, Rasa Smite
P.S.: Als Live-Teilnehmer aus der Ferne haben bereits zugesagt: Zina Kaye
aus Australien, convex TV aus Berlin, das Künstlerradio aus Banff in
Kanada,das Freie Radio Oberösterreich, Radio Student aus Ljubljana,
Backspace aus London…”
(Trailer von Radio Ozone)
M: Mit ihrem Internet-Radio “Ozone” sind Rasa Smite und ihre Künstlergruppe
“Re-lab” aus Riga/Lettland jeden Donnerstag ab 21 Uhr Osteuropäische Zeit
zweieinhalb Stunden lang live auf Sendung. Seit 1996 haben sie sich zur
vielleicht wichtigsten und aktivsten Intiative entwickelt für akustische
Kunstformen im neuen Medium. Grundlage ihrer Kunst ist das Prinzip
Vernetzung in technischer, menschlicher und akustischer Hinsicht. Gute
Dienste leistet den Hörkunst-Interessierten in aller Welt die X-change
Mailingliste von Radio Ozone. Sie funktioniert als Ankündigungstafel für Netz-
Sound-Events ebenso wie als Diskussionsforum und Kommunikationsstruktur
zwischen den Audio-Künstlern.
ÜW: “Es gibt viele Möglichkeiten, mit anderen Netzradio-Machern
Gemeinschaftssendungen herzustellen. Eine interessante Möglichkeit ist der
sogenannte Loop. Jeder Sender nimmt den Live-Stream eines anderen auf
fügt ihm seine eigenen Klänge hinzu, sendet ihn an den nächsten Teilnehmer
weiter, dieser mischt wiederum seine Sounds drauf, schickt den Stream
weiter bis dieser an seinem Ausgangsort zurückgekehrt ist, mit einer
Zeitverzögerung von 10 bis 15 Sekunden. Je öfter dieser Stream zirkuliert,
desto geräuschhafter wird er …”
(Loop)
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